Vesna, 36

Ich komme aus einer Kleinstadt in Mazedonien. Dort sah ich beruflich keine guten Chancen für mich. Viele meiner Freunde sind ebenfalls aus Mazedonien nach der Ausbildung bzw. dem Studium ausgewandert, um in einem anderen Land Europas ein gutes Leben führen zu können. In meiner Heimat musste man schon regierungstreu sein, um zum Beispiel einen Arbeitsplatz in einem Krankenhaus zu bekommen. Dennoch habe ich in Mazedonien meine berufliche Karriere begonnen und bis 2003 eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Danach zog ich zum Studium nach Bulgarien. 2007 machte ich meinen Abschluss im Gesundheitsmanagement. Ich habe sozusagen beide Seiten der Patientenbetreuung kennengelernt: die praktische Seite als Schwester und die bürokratische als Managerin. Im gleichen Jahr zog ich zurück nach Mazedonien, um meine Eltern zu entlasten, und arbeitete nun als Pharmareferentin. 

Während der Zeit lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Wir heirateten 2015 und entschlossen uns ein Jahr später auszuwandern. Diesmal ging nicht der Mann voran, wie man es oft hört, sondern ich. Mit meinem EU-Pass, den ich durch mein Studium in Bulgarien hatte, war die Einreise nach Deutschland für mich einfacher. Ich bereitete alles vor und versuchte mich mit kleineren Jobs wie Küchenhilfe oder Putzen über Wasser zu halten. Zuallererst musste ich die Sprache lernen. Im Jahr 2017 folgte mir dann mein Mann nach Deutschland und wir bekamen ein Kind. Ich nahm mir ein Jahr Elternzeit und wollte anschließend wieder in meinem erlernten Beruf tätig werden. Mit Hilfe von IQ bekam ich die Anerkennung als Krankenschwester. Das war ein langer Weg, denn wegen Corona bekam ich die Unterlagen aus meiner Heimat nicht. Jetzt ist es geschafft und ich arbeite als Schwester in der Kardiologie im Harzklinikum. Ich arbeite mich jetzt richtig in das deutsche Gesundheitssystem ein und vielleicht schaffe ich es dann noch, Gesundheitsmanagerin zu werden.


Sie möchten in Deutschland gern in dem Beruf arbeiten, den Sie in Ihrer Heimat erlernt haben? Das IQ Netzwerk berät Sie gern kostenlos und unterstützt Sie beim Finden der für Ihren Berufs- oder Studienabschluss zuständigen Anerkennungsstelle (Behörde). Weiterhin informieren wir Sie zu Qualifizierungsmöglichkeiten nach einer Teil- oder Nichtanerkennung Ihres Abschlusses.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der zuständigen Beraterin oder dem Berater in Ihrer Nähe.

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