Ich bin Lehrerin aus der Ukraine und wusste schon früh, dass ich gerne mit Kindern arbeiten möchte. Bereits als Jugendliche half ich in einer Grundschule in meiner Nachbarschaft aus. Die Arbeit mit den Kindern machte mir so viel Freude, dass ich mich entschied, Grundschullehrerin zu werden. Später absolvierte ich ein zweites Studium in Psychologie, da an ukrainischen Schulen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen gebraucht wurden und mich dieses Gebiet schon immer interessiert hatte.
2015 kam ich wegen meines damaligen Partners nach Deutschland. Obwohl ich bereits mehrere Jahre Berufserfahrung hatte, konnte ich hier zunächst nicht als Lehrerin arbeiten. Deshalb begann ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Zweieinhalb Jahre lernte und arbeitete ich in diesem Bereich, bis sich mir 2018 die Möglichkeit bot, wieder in den pädagogischen Bereich zu wechseln. Zunächst arbeitete ich als pädagogische Hilfskraft in einem Kindergarten.
Später erhielt ich die Chance, wieder als Lehrerin zu arbeiten. Heute unterrichte ich an einer privaten Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung in Neinstedt. Die ersten fünf Jahre arbeitete ich dort in einer Berufsschulklasse. Aktuell unterrichte ich eine Klasse der Mittelschulstufe.
Ich selbst lebe in Quedlinburg und bin sehr zufrieden mit meinem Leben hier. Besonders glücklich bin ich darüber, wieder in meinem ursprünglichen Beruf arbeiten zu können. Die Arbeit ist manchmal anstrengend und verlangt viel Geduld und Kraft. Aber die Kinder geben einem unglaublich viel zurück. Genau das erinnert mich immer wieder daran, warum ich mich schon als junge Frau für diesen Beruf entschieden habe.
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