Noel, 39

„Im Jahr 2008 kam ich als Geflüchteter aus Burkina Faso nach Deutschland. Natürlich sind die ersten Schritte nicht einfach. Das ist für jeden so, der in einen völlig neuen Kontext kommt. Meine Muttersprache ist Französisch, und ich konnte am Anfang kein Wort Deutsch. Um voranzukommen habe ich mir Lehrbücher und CDs besorgt. Doch der beste Weg, die Sprache zu lernen, ist der Kontakt zu Menschen und Gespräche mit ihnen. In der christlichen Gemeinde in Halberstadt, die ich zu dieser Zeit besucht hatte, fand ich viele nette Freunde. Mittlerweile bin ich Trainer für Interkulturelle Bildung an Schulen, Kitas und in Verwaltungen. Dort erarbeite ich mit den Lehrern, Erziehern und Angestellten Konzepte zum friedlichen und respektvollen Miteinander.

Themen, die dabei immer wieder auf den Tisch kommen, sind Rassismus und Diskriminierung. Diese äußern sich nicht immer offen und herabwürdigend. Diese Denkmuster können auch bei Menschen auftreten, die denken, davon befreit zu sein. Im Grunde hat jeder Vorurteile, und es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Ich habe damit auch Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel, als ich ganz neu war in Deutschland, haben mir Menschen, die es gut mit mir meinten, eine Trommel in die Hand gedrückt. Ich solle etwas aus `meiner Kultur` auf einer öffentlichen Veranstaltung vortragen. Dabei hatte ich noch nie in meinem Leben getrommelt. Um die Erwartungen der Menschen nicht zu enttäuschen, habe ich es eben gelernt. Seit ich in Deutschland lebe, kann ich also dieses Instrument spielen.“


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