Nataliya, 40

Die Unterstützung von Menschen, die auf dem Weg ins Berufsleben sind, liegt mir schon lange am Herzen. Gerade für Studierende, die ihren Abschluss gemacht haben, ist es wichtig, neue Wege auszuprobieren. Vielleicht weiß man noch nicht, was man genau will. Oder man probiert etwas aus und merkt, dass es nicht das Richtige ist. Dabei möchte ich behilflich sein, damit die Menschen nicht aus Angst sinnlos ihre Zeit verschwenden. Ich selbst komme aus der westlichen Ukraine und habe nach meinem Studium in Deutschland ähnliche Erfahrungen gemacht. Eine gewisse Weltoffenheit lebe ich seit meinen frühsten Jahren. Meine Eltern haben russisch-tatarische Wurzeln. Bei uns zu Hause war damit immer eine gewisse Interkulturalität gegeben. Ich kann mich erinnern, dass ich immer neugierig auf andere Sprachen war. Schon mit fünf Jahren lernte ich Englisch in einem Sprachkurs für Kinder und mit vierzehn hatte ich Deutsch in der Schule. Damals wusste ich noch gar nicht, dass ich einmal auswandern werde.

Dieser Schritt folgte erst im Jahr 2000. In diesem Jahr begann ich mein Soziologie und Anglistik Studium an der Universität in Magdeburg. Nach dem Magisterabschluss stieg ich gleich ins Berufsleben ein. Das erste Projekt, in dem ich arbeitete, bereitete Studenten auf den Einstieg in den Beruf vor. Diese tolle Tätigkeit machte ich drei Jahre lang. Nach dem Ende des Projekts fragte ich mich, warum es so etwas eigentlich nicht für ausländische Studenten gibt, und schrieb gemeinsam mit einem Team einen Antrag für ein neues Projekt für genau dieser Zielgruppe. Ich hatte Erfolg. Mit dem neuen Vorhaben konnten wir ca. 240 ausländischen Studierenden den Weg ins Berufsleben erleichtern. 2014 verbrachte ich in Elternzeit, danach folgten weitere Tätigkeiten mit ähnlicher Ausrichtung, zum Beispiel beim Career Service der Uni Magdeburg und dem IQ Netzwerk. Seit 2018 arbeite ich bei der Landesinitiative Fachkraft im Fokus und bin dort derzeit im WelcomeCenter Sachsen-Anhalt tätig. Wir bieten Unterstützung für eingewanderte und hier lebende ausländische Fachkräfte bei der sozialen und betrieblichen Integration. 


Sie möchten in Deutschland gern in dem Beruf arbeiten, den Sie in Ihrer Heimat erlernt haben? Das IQ Netzwerk berät Sie gern kostenlos und unterstützt Sie beim Finden der für Ihren Berufs- oder Studienabschluss zuständigen Anerkennungsstelle (Behörde). Weiterhin informieren wir Sie zu Qualifizierungsmöglichkeiten nach einer Teil- oder Nichtanerkennung Ihres Abschlusses.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der zuständigen Beraterin oder dem Berater in Ihrer Nähe.

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