Mariam, 32

„Ich komme aus Deir ez-Zor, das ist eine Stadt im Osten von Syrien, die fast genauso groß ist wie Magdeburg. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Städten, an den ich zuerst denken muss? Die Temperaturen - dort ist es durchschnittlich ca. 7 Grad wärmer als hier. Außerdem konnte ich hier mit meinem Mann zusammen ins Fußballstadion gehen. Das war in meiner Heimatstadt als Frau nicht erlaubt. Als ich mit meiner Familie noch dort lebte, war ich Krankenschwester. Ich hatte eine dreijährige Ausbildung und danach habe ich acht Jahre in dem Beruf gearbeitet.

In Deutschland bin ich Hausfrau, lerne aber trotzdem Deutsch. Dazu sehe ich mir auf YouTube einen bestimmten Kanal an. Dort erklärt ein arabischer Muttersprachler die deutsche Sprache. Andersrum ist es immer etwas schwierig. Ich weiß, dass es auch Lernkanäle gibt, wo Deutsche den Migranten ihre Sprache beibringen wollen. Das finde ich vom Aufbau her nicht so verständlich. Ich muss aber gestehen, dass wir unter Freunden meistens trotzdem arabisch reden, wenn ich sie zu uns nach Hause einlade. Dann wollen wir uns wieder wie zuhause fühlen. Ich koche dann gern mein Lieblingsessen namens „Monchi“. Wenn der Krieg vorbei ist, möchte ich gerne wieder zurück nach Syrien.“


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