Jana, 47

Als ich in der Slowakei, in meiner Heimatstadt Trencin, geboren wurde, konnte ich nicht ahnen, welchen Weg mein Leben nehmen würde. Trencin, eine mittelgroße Stadt im Westen der Karpaten, war geprägt von seiner reichen Geschichte. Die imposante Burg aus dem Mittelalter, die über der Stadt thronte, war nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch ein Symbol für historische Bedeutung des Ortes.

Schon früh zeigte sich meine Leidenschaft für Naturwissenschaften, eine Neigung, die ich meinem Vater verdanke. Bereits mit 14 Jahren half ich ihm, eine Küche in unserer Wohnung einzurichten, und das war der Beginn meiner handwerklichen Fähigkeiten.

Nach meinem Maschinenbaustudium und dem Abschluss als Diplom-Maschinenbauingenieurin im Jahr 2001 bot sich mir die Möglichkeit, in Deutschland zu promovieren. Ich nahm das Angebot an und zog nach Magdeburg. Die Promotion an der Otto-von-Guericke-Universität begann vielversprechend, doch wurde sie durch die Geburt meiner ersten Tochter im Jahr 2008 unterbrochen. Bald darauf folgten drei weitere Kinder, und ich entschied mich, mich voll und ganz meiner Familie zu widmen.

Im Jahr 2018 ergab sich für mich die Chance, an der Universität im Bereich Physik als Ingenieurin im Labor zu arbeiten. 2020 übernahm ich Forschungstätigkeiten an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Seit 2023 unterrichte ich zusätzlich Mathematik und Physik an einer Sekundarschule. Es macht mir Freude, mein Wissen und meine Begeisterung für die Naturwissenschaften an die nächste Generation weiterzugeben. Doch gleichzeitig spüre ich die Faszination der Forschung, die mich seit meinen Studienjahren begleitet. Es wird Zeit, eine Entscheidung zu treffen, denn die intensive Arbeit sowohl als Lehrerin als auch als Forscherin erfordert ihre Zeit. Wahrscheinlich werde ich mich in Zukunft auf den Lehrerberuf konzentrieren, da die Zeit an der Universität im Forschungsbereich begrenzt ist.


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