Jamila, 58:

„Ich weiß auf den Tag genau, wie lange ich schon in Deutschland bin. Das liegt daran, dass ich zuletzt in meiner Heimat Afghanistan schlechte Erfahrungen machen musste. Die Rechte der Frauen und Grundrechte allgemein wurden unter den Mudschahedin stark beschnitten. Das fing in den 90er Jahren an. Auf einmal mussten alle Frauen ein Kopftuch tragen. Später kamen noch mehr Gesetze hinzu. Das Land verlassen habe ich, als ich selbst mit der Polizei in Konflikt kam, weil ich als selbstbewusste Frau leben wollte. Ich habe Agrarwissenschaften studiert. Genauer gesagt, habe ich an Pflanzen geforscht, um sie besser nutzbar zu machen.

Wissen Sie, Landwirtschaft ist oft eine Männerdomäne. Ich wollte zeigen, dass auch Frauen in dem Bereich arbeiten können. Erst war ich Fachexpertin im Landwirtschaftsministerium und später habe ich für internationale Firmen gearbeitet. Als die Situation im Land für mich unerträglich wurde, bin ich gegangen. Das Leben in Deutschland gefällt mir besser. Hier fühle ich mich sicher und als Frau gleichberechtigt.“


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