Amir, 29

„Ich musste aus dem Iran fliehen, weil ich kein Moslem mehr sein wollte. Gleich im ersten Jahr nach meiner Ankunft in Deutschland ließ ich mich christlich taufen. Das war ein großer Schritt für mich, aber es war notwendig. Schon im Iran fing ich an, mich mit dem Christentum zu beschäftigen. Es machte für mich einfach mehr Sinn. Ich glaube an Jesus Christus, doch im Iran ist es verboten zu konvertieren. Also traf ich mich dort heimlich mit anderen Christen. Wir hatten unsere geheimen Bibelstunden, immer in der Angst von der Polizei aufgespürt zu werden. 2016 bin ich geflohen.

Ich habe meine Familie und meine Existenz im Iran zurückgelassen. Dort war ich selbstständiger Tischler mit Fachgebiet Küchenmontage. Leider habe ich in Deutschland nur eine Duldung und darf nicht arbeiten. Jeden dritten Monat muss ich zur Ausländerbehörde und fragen, ob ich noch bleiben darf. Das macht mir Angst. Ich habe Albträume, in den Iran abgeschoben zu werden. Dort wartet der Tod auf mich. Deswegen bin ich auch in psychologischer Behandlung. Das hilft mir und auch der Kontakt zu meinen Freunden tut mir gut. Wir treffen uns oft bei mir zu Hause oder gehen an die Elbe. Ich bin oft nicht gut drauf und möchte darum nicht feiern gehen.“


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