Amidou, 52

„1994 kam ich als Geflüchteter von der Elfenbeinküste nach Deutschland. Ich landete in der „Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber“ in Halberstadt und fühlte mich etwas verloren. Besonders das Wetter und das Essen machten mir zu schaffen. In meiner Heimat sind das ganze Jahr durchschnittlich 33 Grad. In Deutschland waren es damals gerade minus 4 Grad. Ich hatte nicht die richtige Kleidung für solche Temperaturen. Zum Glück hat mir die Caritas vor Ort geholfen. Sie haben mir Wintersachen gegeben und jemanden geschickt, der in meiner Muttersprache mit mir reden konnte. Das gab mir Sicherheit, Orientierung und hat mich so beeindruckt, dass ich heute selbst für die Caritas arbeite.

Durch meine Tätigkeiten in der Migrationsberatung möchte ich den Zugewanderten eine Perspektive geben und helfen. Man muss den Menschen zuhören und ihnen Möglichkeiten in Deutschland aufzeigen. Dann steigt die Motivation. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, Unterstützung und Akzeptanz zu erfahren. Dann muss man aber selbst losgehen und sich anstrengen, wenn man etwas erreichen will.“


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