„Ich bin Profihandballerin und spiele seit dieser Saison für den SV UNION Halle-Neustadt, also die Wildcats. Dort werde ich in der Rückraummitte oder im Rückraumlinks eingesetzt. 2017-2018 habe ich bei Borussia Dortmund gespielt, komme aber eigentlich aus einer kleinen Stadt bei Warschau in Polen. Insgesamt ist es mein drittes Jahr in Deutschland. Es war schon immer mein Traum, Handballerin zu werden. Schon in der Grundschule habe ich verschiedene Sportarten ausprobiert. Ich habe Fußball und Volleyball gespielt, aber Handball war immer in meinem Herzen und das ist es heute noch. Die Mannschaft der Wildcats ist ein recht junges Team. Sechs unserer Spielerinnen sind erst seit dieser Saison dabei. Da muss man sich natürlich erst einmal finden. Damit haben wir die letzten Wochen der Saisonvorbereitung verbracht und sind doch ein recht gutes Team geworden. Die Mädels kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Im Training wird deutsch gesprochen, so dass alle nicht nur mit dem Handballtraining, sondern auch mit Deutschlernen beschäftigt sind. Ab September nehmen viele an einem Deutschkurs teil. Ich habe mir die Sprache vor drei Jahren selber beigebracht, vor allem durch einen Nebenjob und meinen deutschen Freund. Das war nicht immer leicht, aber es lohnte sich für mich. Ich hoffe, in zehn Jahren bin ich immer noch Profispielerin und habe schon den einen oder anderen Meistertitel in der Tasche. Schließlich spiele ich ja auch für die Polnische Nationalmannschaft. Ich kann es noch nicht genau sagen, aber nach meiner aktiven Karriere möchte ich entweder selber Handballtrainerin werden oder Personal Coach. Denn in Polen habe ich Lehramt im Bereich Sport für Handball und Schwimmen studiert und hätte die nötigen Qualifikationen.“
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