Schon als Kind habe ich Mathematik und Zahlen geliebt. Gleichzeitig war mir der Kontakt zu Menschen immer wichtig. Deshalb entschied ich mich gegen die Buchhaltung und für ein Studium im Bankwesen, das ich 2015 in der Ukraine mit einem Masterabschluss beendete. Ich wollte nicht nur mit Zahlen arbeiten, sondern auch Menschen beraten und ihnen helfen.
Bereits während meines Studiums absolvierte ich ein Praktikum bei der OTP Bank. Meine Vorgesetzte war von meiner Arbeit überzeugt, sodass ich 2016 eine feste Stelle erhielt. Ein Jahr später wechselte ich in das Unternehmen eines ehemaligen Kunden. Dort war ich für Preisverhandlungen, Marktanalysen und die Optimierung von Ausgaben zuständig. Später arbeitete ich bei einem Unternehmen für Lacke und Farben und betreute dort Ausschreibungen.
Als der Krieg begann, lebte ich in Odessa. Dort hatte ich meine Familie, meine Arbeit und mein vertrautes Leben. Deshalb wollte ich meine Heimat zunächst nicht verlassen. Zwei Jahre blieb ich trotz des Krieges in der Ukraine. Doch dann nahm mein Leben eine unerwartete Wendung. Über ein Onlinespiel lernte ich meinen heutigen Mann aus Deutschland kennen. Auch meine Familie ermutigte mich schließlich, einen Neuanfang zu wagen.
2024 kam ich nach Deutschland und lebte zunächst in Schleswig-Holstein. Später zog ich zu meinem Mann nach Wolmirstedt. Heute leben wir hier als Patchworkfamilie mit unseren Söhnen und bauen uns gemeinsam eine Zukunft auf.
Auch beruflich möchte ich wieder Fuß fassen. Momentan besuche ich einen Deutschkurs auf dem Niveau B2 und habe das Anerkennungsverfahren für meinen Abschluss begonnen. Mein Wunsch ist es, bald wieder im Bankwesen zu arbeiten. Denn die Verbindung aus Zahlen und dem Kontakt zu Menschen ist genau das, was mir an meinem Beruf schon immer gefallen hat.
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