Jobcenter Saalekreis und das IQ Netzwerk – Qualität durch eine gute Infrastruktur

Im südlichen Sachsen-Anhalt, genauer gesagt im Saalekreis, hat sich über die Jahre eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis und dem Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) ergeben. Alles begann mit einer Kontaktaufnahme durch das IQ Netzwerk im Jahr 2012. Die damalige Mitarbeiterin hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in ihrem Einzugsbereich vorzustellen und ein festes Beratungsangebot zu etablieren. "Die Unterstützung vor Ort beim Anerkennungsverfahren der ausländischen Bildungsabschlüsse nehmen wir seither gern in Anspruch. Auch für unsere Kundinnen und Kunden ist dies eine Erleichterung.", berichtet Frau Stöbe, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Saalekreis.

"Am Anfang kam die IQ-Mitarbeiterin noch einmal im Monat ins Haus.", ergänzt Frau Janusch (. Mit der Zunahme der Fallzahlen seit 2015 wurden auch die Beratungsangebote intensiviert. Im gleichen Jahr übernahm Dr. Alf Zachäus die Stelle als Anerkennungsberater. Um die zahlreichen Anfragen von Menschen mit Migrationshintergrund zu bündeln, hatte das Jobcenter eine zentrale Antrags – und Beratungsstelle (ZAB) für Migrantinnen und Migranten eingerichtet. Hier erhalten die Zugewanderten Unterstützung bei der Antragsstellung  von Arbeitslosengeld II und Hilfe bei weiteren Fragen. Besonders die Anerkennung der in der Heimat erlangten Bildungsabschlüsse steht dabei im Mittelpunkt. Die Hilfesuchenden haben ein großes Interesse daran, nicht als ungelernte Kräfte zu arbeiten, sondern ihren alten Beruf weiter auszuüben.

"Oft greife ich gleich zum Telefon und vereinbare einen Termin mit Dr. Zachäus, um keine langen Wartezeiten entstehen zu lassen.", berichtet Janusch. Sie ist Teamleiterin im Bereich Eingliederung. "Die Übergabe und Betreuung der Klientinnen und Klienten gestaltet sich zum Glück sehr einfach.", erinnert sich Dr. Zachäus. Denn IQ hat sein eigenes Büro im Haus des Jobcenters bekommen. So können Hilfesuchende aus dem Saalekreis den Anerkennungsberater mehrmals im Monat direkt vor Ort antreffen. Das ist nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen für das gute Zusammenspiel der Behörde mit dem IQ Netzwerk. Beide Akteure wollen den Zugewanderten professionell und gut strukturiert empfangen. "So etwas lässt sich nur durch eine gute Infrastruktur realisieren.", weiß Dr. Zachäus.

Beteiligte des Interviews:
Ines Stöbe (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt)
Antje-Susann Janusch (Teamleiterin für Eingliederung)
Dr. Alf Zachäus (Anerkennungs- und Qualifizierungsberater im IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt)
Michael Taeger (Öffentlichkeitsarbeit, IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt)


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