Ksenia, 34

Heute arbeite ich als pädagogische Fachkraft in einer Kita in Wittenberg. Das ist ein schöner Arbeitsplatz. Das Haus liegt direkt an der Elbe, ich habe nette Kollegen und mit den Kindern arbeite ich natürlich auch sehr gern zusammen. Jedoch war ich nicht schon immer hier. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Russland und zog für mein Lehramtsstudium in die geschichtsträchtige Stadt Wolgograd. Sie kennen die Stadt wahrscheinlich eher unter dem Namen Stalingrad. Noch heute sind die Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg dort ein wichtiges Thema. Das merkte ich auch als junge Studentin, denn es gab viele Projekte in diesem Zusammenhang. 2006 arbeitete ich ehrenamtlich als Studentin bei der „Deutschen Kriegsgräberpflege“ mit. Das hat Spaß gemacht und war eine gute Gelegenheit, mit Deutschen in Kontakt zu kommen. Viele wissen nicht, dass Deutsche in Russland sehr beliebt sind. Im nächsten Jahr revanchierten wir uns im Rahmen des Projektes und besuchten Deutschland. Das war eine prägende Erfahrung, weil mir das Land gefiel und ich meine große Liebe kennenlernte.

Nach meinem Uniabschluss in Deutsch und Englisch wollte ich näher bei meinem jetzigen Mann sein und begann in Hannover ein europäisches Freiwilligenjahr. Ein Jahr später ging es jedoch wieder zurück nach Russland. In Moskau bekam ich eine Stelle als Mitarbeiterin in der deutschen Botschaft. Erst 2014 kam ich endgültig nach Deutschland, heiratete meinen Mann und wir bekamen ein Kind. In der Zeit überlegte ich mir, dass ich im pädagogischen Bereich arbeiten möchte. Das ging aber nicht so einfach mit meinem Lehramtsstudium aus Russland. Hier half mir das Angebot für pädagogische Berufe des IQ Netzwerks, welches sich in Trägerschaft der AWO SPI in Halle befindet. Dort erhielt ich die Fortbildung, die ich für den Abschluss als pädagogische Fachkraft brauchte. 2019 bekam ich meinen Abschluss und arbeite seitdem in der Wittenberger Kita.


Sie möchten in Deutschland gern in dem Beruf arbeiten, den Sie in Ihrer Heimat erlernt haben? Das IQ Netzwerk berät Sie gern kostenlos und unterstützt Sie beim Finden der für Ihren Berufs- oder Studienabschluss zuständigen Anerkennungsstelle (Behörde). Weiterhin informieren wir Sie zu Qualifizierungsmöglichkeiten nach einer Teil- oder Nichtanerkennung Ihres Abschlusses.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der zuständigen Beraterin oder dem Berater in Ihrer Nähe.

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