Eine langjährige Kooperation auf Augenhöhe

Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen ist in vielen Berufen und Branchen die Voraussetzung einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration. Um Betroffene auf ihrem Weg zur Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse zu unterstützen und zu begleiten, bietet das IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt eine flächendeckende Beratung an.

Im Süden Sachsen-Anhalts ist die AWO SPI GmbH Trägerin der Beratung von IQ und als solche schon sehr lange im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten tätig. Das wissen und schätzen auch die Mitarbeitenden des Jobcenters Halle (Saale).

Frau Rost, Beauftrage für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter, kennt IQ schon von Anfang an. "Die Kolleginnen und Kollegen haben ihre Arbeit in der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung gleich hier im Jobcenter vorgestellt, als sie als Partner im IQ Netzwerk aufgenommen wurden.", erzählt Frau Rost. "Das Angebot ergänzte feste Strukturen hier in Halle, die seit der Wende gewachsen sind."

Die Leiterin des Teams für Flucht und Asyl im selben Jobcenter, Frau Evelin Thunich, ergänzt: "Wir pflegen hier einen ganz einfachen und unkomplizierten Austausch mit dem IQ Netzwerk. Für uns sind das die Expertinnen und Experten im Bereich der Beratung zur Anerkennung ausländischer Bildungs- und Schulabschlüsse. Unsere Jobcentermitarbeitenden sind dankbar für dieses Fachwissen, da sie mit Fachkenntnissen in zahlreichen anderen Gebieten gut ausgelastet sind. Praktischerweise arbeiten mittlerweile ehemalige Mitarbeitende des Jobcenters bei IQ. Sie haben dadurch ein besonderes Verständnis für unsere Arbeitsweise. Das heißt aber nicht, dass man in jedem Fall einer Meinung ist. Unterschiedliche Sichtweisen werden bei uns partnerschaftlich ausdiskutiert."

Dr. Alf Zachäus, Anerkennungs- und Qualifizierungsberater im IQ Netzwerk, bestätigt diese Sichtweise. "Wir legen sehr viel Wert auf persönlichen Kontakt zu den Behörden, um für die Hilfesuchenden das Beste herauszuholen. Davon profitieren diese wirklich. Oft hören wir, dass sie sich gut betreut fühlen."

Durch die enge Zusammenarbeit der IQ Beraterinnen und Berater mit den Vermittlungsfachkräften des Jobcenters werden einzelne Schritte schneller erledigt, die Kommunikationsabläufe verkürzt und individuelle Beratung sowie weitere Planungen optimiert. Dadurch können zügig Rückmeldungen zu den vorhandenen Abschlüssen gegeben werden. Durch die enge Kooperation erhöhen sich auch die Chancen auf eine adäquate Beschäftigung. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Jobcenter lassen sich für die Ratsuchenden, beispielsweise hinsichtlich der Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen, nachhaltige Lösungen für die Arbeitsmarktintegration finden. Zudem wirkt sich die enge Zusammenarbeit mit den Jobcentern auch positiv auf das Wissen der IQ Beratenden bezüglich der Angebote zur Arbeitsmarktintegration aus.

"In Halle treffen wir uns aber nicht nur im Arbeitsalltag, bei dem es um konkrete Fälle von Hilfesuchenden geht, sondern auch auf Veranstaltungen des Netzwerks Migration. Hier treiben wir gemeinsam im größeren Kontext die Integration weiter voran. Auch hier sind wir Kooperierende auf Augenhöhe und versuchen für die Menschen und unsere Stadt Erfolge zu erzielen.", berichtet Dr. Zachäus.

Neben der Zusammenarbeit im Bereich der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, ließ das Jobcenter seine Mitarbeitenden im Bereich der Interkulturellen Kommunikation und Diversity durch IQ Mitarbeitende schulen. Weitere Aufbauschulungen sind geplant.

Mit IQ im Interview (im Foto von links nach rechts):

Lydia Rost, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im JC Halle
Dr. Alf Zachäus, Anerkennungs- und Qualifizierungsberater zu ausländischen Bildungsabschlüssen im IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt
Evelin Thunich, Leiterin im Team Flucht und Asyl + Integrationsbeauftrage vom JC Halle

 

 


Video: Das IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt. Beratung, Qualifizierung, Schulungen & Trainings.

Video: Was heißt Interkulturelle Öffnung und warum sollte man sich darauf einlassen? Und wie sieht ein interkultureller Öffnungsprozess in der Praxis aus?