Von Usbekistan zum Universitätsklinikum Halle: Ein Arzt erzählt seine Geschichte.

In Usbekistan studierte ich Medizin, denn es war mein Traum als Arzt zu arbeiten. Diesen wollte ich in Deutschland verwirklichen, da hier die Arbeitsbedingungen besser sind und ich neugierig auf etwas Neues war. Ich habe mich auf das Fachgebiet Anästhesie spezialisiert und einen Arbeitsvertrag als Arzt in Weiterbildung zur Gebietsanerkennung Anästhesiologie am Universitätsklinikum Halle erhalten. Für die Einstellung benötigte ich vorab die Fachsprachenprüfung, die ich in Halle absolvieren sollte. Es musste jetzt alles sehr schnell gehen, da ich nur noch zwei Wochen bis zur Prüfung Zeit hatte und nicht wusste, wie ich allein die vielen Behördengänge von Usbekistan aus schaffen sollte. Den Antrag auf mein Visum hatte ich bereits gestellt und der Flug nach Deutschland war mir auch schon sicher.

Da ich allerdings lange vergeblich auf eine Antwort der Botschaft warten musste und langsam Sorgen aufkamen, dass es zeitlich nicht klappen würde, wurde mir das IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt empfohlen. Ich wandte mich sofort an das Fachinformationszentrum Einwanderung Sachsen-Anhalt in Halle. Herr Salewski und Frau Lenk kümmerten sich umgehend um mein Anliegen und verdeutlichten die Dringlichkeit meiner Einreise sowohl bei der Botschaft in Taschkent als auch bei der zuständigen Ausländerbehörde. Nur zwei Tage später erhielt ich die Information, dass meinem Visumantrag zugestimmt wurde und ich einreisen durfte.

Das Fachinformationszentrum Einwanderung in Halle klärte für mich alle noch zu regelnden Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, da ich mich ursprünglich nach meiner Einreise noch in Quarantäne hätte begeben müssen, mir die Zeit aber nicht blieb. Ich konnte somit meine Fachsprachenprüfung erfolgreich ablegen. Nun benötigte ich dringend einen Termin sowohl bei der Ausländer- als auch bei der Meldebehörde, um meine Blaue Karte zu beantragen und mich in Halle zu melden. Auch hier regelten Herr Salewski und Frau Lenk auf sehr schnellem Wege alle Termine für mich, ich konnte mich mit allen Fragen vertrauensvoll an sie wenden und wurde stets informiert, bei welchen Behörden ich welche Unterlagen einreichen musste. Im Hinterkopf hatte ich immer meinen Arbeitsvertrag, denn die Zeit rannte. Ich benötigte in Halle auch noch eine Wohnung, und auch hier erhielt ich viel Unterstützung, dank derer ich schnell eine fand und mich in Halle melden konnte.

Trotz dessen, dass der Erhalt meiner Berufsausübungserlaubnis etwas länger dauerte, konnte ich dank der Unterstützung des IQ Netzwerkes meine Tätigkeit am Universitätsklinikum Halle mit nur ein paar Tagen Verspätung beginnen. Auch in späteren Angelegenheiten, wie z. Bsp. dem Erlangen meiner Approbation half mir das IQ Netzwerk und ich konnte ich mich vertrauensvoll an Frau Orlowski vom Institut für Berufspädagogik wenden. Ich nehme seit August 2021 an der Qualifizierung für Ärztinnen und Ärzte teil und bereite mich auf meine Kenntnisprüfung vor. Mittlerweile bin ich seit über drei Monaten in Deutschland und sehr glücklich, meine Erfahrungen am Universitätsklinikum Halle einbringen und neues Wissen erlernen zu können.


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