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Geflüchtete Menschen integrieren – ein Jahr Arbeitstisch "Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt" im Landkreis Stendal mit Mehrwert für die Prozessketten

[18.12.17] 

Gut ein Jahr nach seiner Gründung kann der Arbeitstisch "Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt" im Landkreis Stendal eine erste positive Zwischenbilanz ziehen. Die im November 2016 ins Leben gerufene Expertengruppe konnte im Verbund mit 22 Akteurinnen und Akteuren wichtige Impulse für die Vernetzung von örtlichen Partnern im Themenfeld Arbeitsmarktintegration setzen. Herausragendes Ergebnis: Die für Ausbildung und Arbeit relevanten Prozessschritte wurden in einer Übersichtsdarstellung der Prozessketten anschaulich gemacht und über die Internetseite des Landkreises im Bereich "Migration und Integration" bereitgestellt. Damit steht regional agierenden Stakeholdern ein bedarfsgerechtes Instrument für ein passgenaues und effizientes Schnittstellenmanagement zur Verfügung.

Der Expertenverbund des Arbeitstisches sieht sich mit den bereits erreichten Ergebnissen auf einem guten Weg, dem Ziel einer spürbar verbesserten Integration von Migrantinnen und Migranten in berufliche Ausbildung und den Arbeitsmarkt näherzukommen. "Es gibt viele Bildungsträger, Beteiligte und diverse Projekte. Das Gesamtbild war zu Beginn nicht klar. Jetzt wissen alle, wer was macht und wer was nicht macht. Von hieraus können wir weitergehen.", so Stella Khalafyan, die als Integrationskoordinatorin für den Landkreis Stendal und zugleich Moderatorin des Arbeitstisches maßgeblich die Erstellung der Prozessketten unterstützt hat.

Die visualisierten Prozessketten sind Gesamtübersichten aller notwendigen Integrationsschritte mit dem Ziel der Ausbildung bzw. Arbeitsaufnahme von Migrantinnen und Migranten. An ihnen mitgewirkt haben Akteurinnen und Akteuren aus der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Stendal, Migrationsberatungsstellen, Sprachschulen, Bildungsträgern der Aus- und Weiterbildung sowie Landesprogramme wie Fachkraft im Fokus, KAUSA und BRAFOjG.

Während die erste Prozesskette "Integration von jungen Geflüchteten in Ausbildung im Landkreis Stendal" die notwendigen Schritte hin zur Erlangung eines Ausbildungsplatzes beschreibt, zeichnet die zweite Prozesskette "Integration von Geflüchteten in Arbeit im Landkreis Stendal" modellhaft den Weg von der Ankunft in Deutschland beziehungsweise im Landkreis Stendal bis zur Aufnahme einer beitragspflichtigen Beschäftigung nach. Somit werden die einzelnen Schritte und die beteiligten Akteurinnen und Akteure klar in ihrer Abfolge benannt. Akteurinnen und Akteure (Arbeitsuchende_r/ Ausbildungssuchende_r respektive Arbeitgeber_in, Bildungsträger oder beispielsweise Unterstützer_in) erhalten Orientierung über grundlegende Abläufe. Zu den positiven Effekten zählen neben der gewachsenen Transparenz die reduzierten Doppelleistungen (Überlappungen) und die hervorgehobenen Schnittstellen. Über die eingefügten QR-Codes erhalten die Benutzerinnen und Benutzer die direkten Kontakte der jeweiligen Ansprechpersonen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen mit Mehrwert für vielfältige Akteure wird der Arbeitstisch seine Arbeit im Jahre 2018 fortsetzen. Perspektivisch gilt es, gute Ansätze sichtbar zu machen und für den Transfer bereitzustellen. Auch die bewährte Konstellation der Unterstützerinnen und Unterstützer soll beibehalten werden. Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. wird im Rahmen des Prozesses Interkultureller Öffnung im Landkreis Stendal weiterhin über das Landesnetzwerk "Integration durch Qualifizierung (IQ)" Sachsen-Anhalt unterstützt und den Prozess in enger Kooperation mit der Integrationskoordinatorin des Landkreises Stendal fortführen.

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