Prozesskette berufliche Integration

Wege in den Arbeitsmarkt finden - Prozesse sinnvoll gestalten

Arbeitsmarktpolitische Angebote müssen regionale Bedingungen und Bedarfe vor Ort berücksichtigen. In der Regel können sie nicht von nur einem Anbieter geleistet werden. Hier sind Netzwerke gefragt. Die Liste möglicher und notwendiger Partnerinnen und Partner ist lang: Öffentliche Arbeitsmarktdienstleister, Arbeitsagenturen, Grundsicherungsstellen, kommunale Stellen, Bildungs- und Sprachkursträger, Träger der Migrationsberatung und der Integrationskurse, projektfinanzierten Beratungseinrichtungen, Migrantenorganisationen und viele mehr.

Das im Förderprogramm IQ entwickelte Modell einer "Prozesskette der beruflichen Integration" sieht die arbeitsteilige Zusammenarbeit unterschiedlicher lokaler Akteure vor. Ziel ist dabei, Menschen mit Migrationsgeschichte so zu unterstützen, dass sie notwendige und passgenaue Unterstützung erhalten, damit die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.

Nicht für jeden Menschen ist es sinnvoll, alle Teilprozesse der Prozesskette von Anfang bis Ende zu durchlaufen. Ein Einstieg ist in jeder Phase möglich. Mitunter ist es sinnvoll, Teilprozesse zu überspringen oder mehrfach zu absolvieren. Wichtig sind nahtlose und sinnvolle Übergänge zwischen den Angeboten der verschiedenen Phasen. Dies setzt voraus, dass vorhandene Angebote koordiniert werden, und dass sie die Zielgruppe erreichen. Doppelförderungen oder Förderungen ohne Anschluss werden dadurch vermieden, abgestimmte Unterstützungsleistungen werden kombiniert - so gelingt die Integration jedes Einzelnen besonders gut, denn die erforderlichen Schritte und Maßnahmen sind immer individuell.